Born to enter Tain – Eine Hommage an die Herkunft und den Stil

Manhattan, Old Fashioned und Whisky Sour – all diese Drinks sind auf der ganzen Welt berühmt und geschätzt. Und sie werden auf der ganzen Welt gemixt. Zumeist ist es immer nur die Frage, nach welchem Rezept und mit welchem Whisky diese Drinks zubereitet werden. Viel wurde und wird darüber geschrieben, welcher Whisky nach dem vermeintlichen Original-Rezept zu nehmen ist, sei es Bourbon, Rye oder auch Scotch. Nur wenige Drinks verweisen qua ihrer Existenz auf die vorgeschrieben Subkategorie dieser so vielseitigen Spirituose Whisk(e)y. Da wäre der Boulevardier, welcher zwingend nach Bourbon verlangt; der Rusty Nail, dem es nach Scotch dürstet wie dem Blood & Sand auch. Doch spätestens bei der Wahl der tatsächlichen Spirituose im Sinne der Marke oder der bestimmten Qualität wird es schier unmöglich, eine Originalität festzumachen. Es gibt bestimmt einige sogenannte Signature-Drinks für bestimmte Marken, doch sind sie selten – sehr sogar. Ein Beispiel ist der Padovani. Eine Rezeptur des ehemaligen Brand Ambassadors von Monkey Shoulder, welchen er mit St. Germain zu verrühren pflegte. Ein anderer Drink ist der Born to enter Tain.

Eine Hommage an die Herkunft und Stil

Born to enter Tain | © www.spirit-ambassador.de

Dieser Drink ist kreiert worden für den meistverkauften Single Malt Scotch Whisky in Schottland selber: Glenmorangie The Original. Er ist eine Hommage an die Stadt Tain – die Heimat von Glenmorangie am Dornoch Firth in den nördlichen Highlands. Gleichzeitig jedoch verbindet er die schottische Tradition mit britischer Eleganz und der Tradition des Tees. Eine Verbindung, die auch historisch für die Whiskyindustrie von enormer Bedeutung ist. Waren es doch Teeblender, die anfingen, für eine permanente Qualität auch Whiskys zu vermischen.
Die Grundlage dieser neuzeitlichen Rezeptur ist eine klassische. Zu einer balancierten Mischung von Spirituose, Säure und Süße wird etwas Soda dazugegeben um alles etwas aufzufrischen. Schlussendlich also eine Art von Fizz. Diese leichte Struktur macht den Born to enter Tain zu einem gepflegten Tagesbegleiter, der auch für Whisky-Skeptiker einen fantastisch leichten und dennoch komplexen Drink ermöglicht.
Wichtig jedoch ist hierbei, dem Scotch ausreichend Platz zu lassen und Ihn nicht zu sehr hinter den anderen Aromen zu verstecken, denn Glenmorangie Original ist in erster Linie ein Feingeist und kein überaus krawalliger Malt.

Rezept

50 ml Glenmorangie The Original
20 ml frischer Zitronensaft
10 ml Candy Rock Syrup
Das ganze kurz auf Eis shaken und in einen Tumbler auf Eiswürfel abseihen. Mit Soda auffüllen und mit einem Orangenkeil garnieren.

Glenmorangie The Original | © www.spirit-ambassador.de

Eine andere Süße

Neben der filigranen Aromatik des 10jährigen Highland Malts von Glenmorangie nimmt die Zuckerquelle eine besondere Bedeutung in dieser Abwandlung ein. Handelt es sich hierbei um einen sogenannten Rock Candy Syrup, also eines Zuckersirups auf Basis von braunem Krustenkandis. Dies jedoch ist nur die halbe Wahrheit. Während für klassische Sirupe zumeist Wasser als Trägerflüssigkeit benutzt wird, ist es hier Earl Grey Tee. Diesen einfach aufbrühen und anschließend kräftig für 10 Minuten ziehen lassen. Danach im Verhältnis 1:1 den Krustenkandis darin auflösen und etwas einreduzieren lassen. Diesen Sirup abfüllen und kalt aufbewahren.
Der Born to enter Tain ist nicht nur eine entspannte Art und Weise, sich dem Thema Single Malt Whisky aus der Drink-Richtung zu nähern – er taugt auch vorzüglich als Aperitif für schon fortgeschrittene Whisky-Freunde. Ein Allround-Talent, welches den Malt ganz weich und dennoch überzeugend in Szene setzt.
Jetzt einfach zurücklehnen und genießen!

Cheers!

Die in diesem Beitrag genannten Produkte entsprechen dem Gusto des Autors und stellen seine Meinung in Bezug auf Anspruch des Drinks dar. Außer Probeflaschen und Drinks ist hier nix geflossen.