Rob Roy oder der Geschmack der Freiheit

Die Geschichte dieses Drinks reicht zurück bis in das frühe 18. Jahrhundert. Von der Krone und der Regierung als Viehdieb verunglimpft – vom Volk als Held und Widerstandskämpfer verehrt ging er in die Historie Schottlands ein und war Vorbild für Autoren wie Sir Walther Scott, ja sogar Hollywood nahm sich seiner Geschichte – mehrmals – an. Die Rede ist von Rober Roy MacGregor, auch bekannt als Rob Roy.

Als Cocktail taucht er erst Ende des 19. Jahrhunderts auf – und zwar in der Neuen Welt.

Im Jahre 1894 feierte in New York die gleichnamige Operette von Reginald DeKoven Premiere und dies nahm ein engagierter Barmann des Waldorf Astoria zum Anlass, den damals schon bekannten Drink Manhattan abzuwandeln und statt Bourbon oder Rye Whiskey einen schottischen Vertreter zu vermixen, denn die Nähe von Volksheld und Nationalgetränk ist schlichtweg unbestreitbar.

Und so wurde einer der wenigen Whisk(e)y Cocktails geboren, die bestimmt werden durch ein Verlangen nach Scotch Whisky.

Während in den anfänglichen Tage von Manhattan und später auch des Rob Roys häufig Spirituose und Vermouth zu gleichen Teilen vermixt wurden, ist man im Laufe der Zeit dazu übergegangen, der Spirituose mehr Platz zu verleihen.

Ein klassischen Rob Roy bereitet man daher wie folgt zu:

50 ml Scotch Whisky

20 ml roter Vermouth

1 Dash Bitters (zumeist Angostura Bitters)

Das Ganze auf Eis kalt rühren und in ein vorgefrostetes Coupette geben – wahlweise mit einer (qualitativ hochwertigen!) Cocktailkirsche garnieren oder mit einer Orangenzeste abspritzen.

Lasanta Rob Roy © www.spirit-ambassador.de
Lasanta Rob Roy © www.spirit-ambassador.de
Lasanta Rob Roy © www.spirit-ambassador.de
Lasanta Rob Roy © www.spirit-ambassador.de
Lasanta Rob Roy © www.spirit-ambassador.de
Lasanta Rob Roy © www.spirit-ambassador.de
Lasanta Rob Roy © www.spirit-ambassador.de

Eine spannende und hoch aromatische Variante ist der Lasanta Rob Roy. Dabei verweist der Name auf die dringende Verwendung von Glenmorangie The Lasanta als schottischen Whisky und weiterhin wird der Vermouth (in diesem Fall passt am besten Antica Formula) vorher mit Kaffeebohnen mazeriert, so dass dieser das Kaffee-Aroma annimmt.

Dadurch ergibt sich eine fantastische Liaison aus den Sherry-Aromen des Lasanta und der würzigen Süße des Kaffee-Vermouths.

Hier in aller Kürze das Rezept:

50 ml Glenmorangie The Lasanta

20 ml kaffee-aromatisierter Antica Formula

1 Dash Orange Bitters

Das Ganze ebenfalls auf Eis kalt rühren, in ein vorgefrostetes Coupette geben und mit einer Orangenzeste abspritzen.

Die in diesem Beitrag genannten Produkte entsprechen dem Gusto des Autors und stellen seine Meinung in Bezug auf Anspruch des Drinks dar. Außer Probeflaschen und Drinks ist hier nix geflossen.